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Geschichte
 
Weit zurück gehen die Auseinandersetzungen darüber, ob nun die Ortschaft Tirol dem Schloss und dem ganzen Land den Namen gegeben hat oder umgekehrt. Von jüngeren Historikern wird die Auffassung vertreten, daß das Schloss den Namen von der nahen Dorfsiedlung erhalten hat. Dies auch deshalb, weil der Name Tirol sicherlich vorrömischen Ursprungs ist und bereits lange vor der Erbauung des Schlosses existierte. Funde beweisen, dass der Küchelberg, auf dem die Gemeinde Tirol liegt, schon vor Ankauf der Römer besiedelt war.

Die Gemeinde Tirol war bereits im 14. Jahrhundert in Viertel eingeteilt und zwar dem Kirchviertel, Walviertel, Aichach und Haslach; Finele wurde im 18. Jahrhundert noch zu Aichach gerechnet, später aber als eigene Rotte bezeichnet. Zenoberg wurde im 19. Jahrhundert Bestandteil der Gemeinde. Burgfrieden und Kronsbühel bildeten eine eigene Genossenschaft.

Schloss Tirol  
Schloss Tirol  

Im 18. Jahrhundert war den Tirolern Schulbildung ein wichtiges Anliegen. Deshalb gab es eine Volksschule, dessen Lehrer zugleich Organist und Mesner war. Er unterrichtete im Mesnerhaus Buben und Mädchen. Im November 1907 wurde das jetzige Schulgebäude bezogen, in dem anfangs 4 Klassenzimmer und 2 Lehrerwohnungen Platz fanden. Außerdem waren ebenerdig die Amtsräume der Gemeindeverwaltung untergebracht.

Das Gemeindegebiet war in den vergangenen Jahrhunderten locker besiedelt. Volkszählungen aus dem 19. Jahrhundert ergeben, dass damals auf einem Quadratkilometer ca. 40 Bewohner lebten, erst um die Jahrhundertwende stieg die Bevölkerungsdichte etwas an, d.h. auf 69 Einwohner pro Quadratkilometer.

Da der Großteil der Tiroler Bevölkerung der bäuerlichen Schicht angehörte, - das galt bis weit ins 20. Jahrhundert-, ist es verständlich, das die Häuser überwiegend aus Bauernhöfen bestanden. Ein Großteil der Kleinbauern war gezwungen, neben der Landwirtschaft ein Handwerk auszuüben, um überleben zu können.

Durch eine sinnvolle Landnutzung gelang es, die Produktion von Lebensmitteln zu steigern. Neben der Feldwirtschaft spielte vor allem die Vieh- und Waldwirtschaft eine große Rolle. Die alten Formen der Bodennutzung wurden zuletzt im 19. Jahrhundert modifiziert: Ackerland, auf dem man in Tirol bisher vor allem Weizen anbaute (auffallend ist die große Anzahl von Mühlen), wurde in Obst- und Weingärten umgewandelt.

Im Lauf der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts entwickelte sich Tirol dann zu jener Touristenhochburg, als die wir Tirol heutzutage kennen.

 
   
 

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